Schlagwort-Archiv: Kommunikation

Dialektik from hell

Aktueller Anlass für dieses Post: ich habe auf Facebook einen Hater.

In einer geschlossenen Gruppe für Coaches ging es darum, wie man aus den eigenen Ecken und Kanten Ressourcen machen kann. Nun sind das ziemlich persönliche Themen, wenn man sich dem öffnet, ist es für die meisten Menschen schon ein ziemlicher Schritt und bedeutet die Investitionen von Mut. Wie viele andere tat ich dies auch, weil ich spürte, dass die unebenen Wege meiner Vergangenheit möglicherweise ein großes Potenzial in meiner Arbeit darstellen.

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Informationsflut – oder: Wozu brauchen wir Charisma

Informationsflut, Informationszeitalter, Informationsmöglichkeiten. Alles Begriffe, die nicht annähernd erklären, welchen Massen an Informationen der moderne Mensch ausgesetzt ist. Die riesige Menge an Informationen macht das Filtern derselben immer schwieriger.

Nie war es leichter an Informationen zu kommen – und nie war es schwerer, sie zu selektieren.
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Wahrhaftigkeit, Wahrheit, Wahrnehmung und Lüge.

Lange habe ich hier schon keinen Eintrag mehr vorgenommen, z.T. aus Zeitgründen, z.T. aber auch, weil sich viele Artikel von mir in meinem Experto-Profil befinden.

Heute jedoch möchte ich beginnen, dieses Blog wieder ein wenig mit Leben zu füllen. Sicherlich werde ich nicht wöchentlich Einträge vornehmen – da fehlt mir tatsächlich die Zeit – aber hin und wieder werden sich Gedanken von mir wieder hier finden.

Das Thema Wahrhaftigkeit ist eines, was mir in den vergangen Monaten mehrfach begegnet ist, die Auseinandersetzung damit, was Wahrheit und Wahrhaftigkeit bedeutet, drängte sich mir immer wieder auf.

Wenn man Erfahrungen mit Menschen macht, von denen man den Eindruck hat, dass sie nicht die Wahrheit sagen, kann man sie als Lügner abstempeln. Oder man kann, was allerdings erheblich schwerer ist, versuchen, hinter die Fassade zu blicken und zu versuchen, die Sichtweise des anderen zu ergründen. Was wiederum das eigene Bild von Wahrnehmung und Wahrheit ins Wanken bringen kann.

Ich versuche eine Erklärung zum Thema Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Der radikale Konstruktivismus sagt uns, dass sich Menschen ihre eigene Realität bilden. Dass sie sie selbst zusammensetzen aus Sinneswahrnehmung und Erfahrungen. Dass es keine „wirkliche Realität“ gibt, sondern letztlich die individuelle Wahrnehmung der Realität das Bild dieser bestimmt, dass ein jeder von uns hat.

Schlüssig finde ich den Gedanken des radikalen Konstruktivismus alleine darum, weil ich es selbst in meiner Wahrnehmung der Realität mehrfach so erlebt habe, dass die Sichtweise zweier Menschen auf ein und denselben Vorgang so völlig unterschiedlich sein können, dass man in ihrer Beschreibung meint, es sei von zwei unterschiedlichen Situationen die Rede.

Der andere nimmt die Situation aus einer anderen Perspektive wahr, die keineswegs falscher sein muss, als meine. Die Schwierigkeit beginnt eigentlich erst bei der Bewertung mit „richtig“ und „falsch“.

Wann ist jemand ein Lügner?

Wenn wir also eine bestimmte Betrachtungsrichtung haben und unser Gesprächspartner eine andere Richtung aus der er schaut, kann uns seine Betrachtungsweise als völlig abwegig, ja sogar unwahr, erscheinen. Als „Lüge“ kann ich dies aber erst dann betiteln, wenn ich merke, dass mein Gesprächspartner Tatsachen bewusst verdreht oder verfälscht. Und selbstverständlich sind hier die Übergänge fließend.

Ein Beispiel: Wenn ich mein Fahrrad abstelle und ein anderer nimmt es ohne mein Wissen weg, ist dies landläufig Diebstahl. Nun könnte der Dieb auf die Idee kommen zu proklamieren, er habe es sich nur geborgt. Entscheidend für den „Wahrheitsgehalt“ sind nun zwei Dinge: 1) hatte er vor, das Rad wieder zurück zu stellen und 2) hatte er dies nicht vor, sondern behauptet dies nur, um dem Vorwurf des Diebstahls zu entkommen.

Im ersteren Fall wäre es unangenehm, dass sich jemand einfach mein Rad so wegnimmt, aber nicht unbedingt Diebstahl. Im zweiten Fall käme sogar der Vorwurf der Lüge hinzu. Jedoch ist die Bewertung schwierig, weil kaum zu ermitteln ist, ob der Angeklagte tatsächlich den ersten oder den zweiten Fall abbildet.

Realität wird konstruiert

Sie verstehen vermutlich, worauf ich hinaus will, auch wenn es sich alles kompliziert darstellt. Wahrheit und Wahrhaftigkeit kann eine sehr individuelle Sichtweise sein. Oftmals schwer zu identifizieren.

Nun ist es aber so, dass Wahrhaftigkeit eine charismatische Ausstrahlung begünstigt. Wer aber bestimmt, was wahrhaftig ist? Letztlich jeder für sich. Eine reelle Wahrhaftigkeit ist also für die Ausstrahlung nicht wirklich von Belang, sondern ausschließlich, dass die Person selbst vom Wahrheitsgehalt der eigenen Worte und des eigenen Denkens überzeugt ist.

Die eigene Wahrnehmung entscheidet

Auf diese Weise ist auch erklärbar, warum Menschen immer wieder auf Hochstapler hereinfallen. Hochstapler sind in der Regel irgendwann vom Wahrheitsgehalt ihrer eigenen, erfundenen Realität selbst überzeugt und können dies entsprechend überzeugend vermitteln. Übrigens eine Fähigkeit, die sie mit allen Kindern teilen. Kinder unterscheiden zwischen Realität und Fiktion auch erst langsam mit dem Heranwachsen.

Sichtweisen hinterfragen

Breche ich in diesem Blogpost nun eine Lanze für die Lüge? Keineswegs. Eher dafür, auch die eigene Sichtweise mal zu hinterfragen. Und dafür, erst nachzudenken, bevor man jemanden für seine Sichtweise und seine Haltung eines Vorgangs gegenüber verurteilt. Es könnte sein, dass derjenige einen selbst auch aus diesem Blickwinkel betrachtet.

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Rolle versus Authentizität

Ich habe vergangene Tage einen interessanten Artikel in einer alten Ausgabe der Zeitschrift „Manager Seminare“ gelesen.
Es ging in diesem Artikel darum, dass sich der Verfasser Rainer Niermeyer gegen Authentizität bei Führungskräften und für „Rollenverhalten“ aussprach. Weiterlesen

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Mehr Charisma durch gute Kommunikation

Miteinander reden. Bei vielen Leuten eine tagesfüllende Tätigkeit. Doch ist das auch gute Kommunikation? Oft scheint es, dass zwischen Menschen Missverständnisse mehr die Regel als die Ausnahme sind. Das Wort Kommunikation kommt aber vom lateinischen communicare und bedeutet so viel wie „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. Also sollte gute Kommunikation miteinander verlaufen und nicht gegeneinander. Weiterlesen

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Charisma = positive Ausstrahlung?

Handelt es sich bei Charisma eigentlich immer nur um eine positive Ausstrahlung?

In den vergangenen Tagen habe ich mich mal wieder durch Berge an Literatur zum Thema Charisma gewühlt. Dabei fielen mir ein paar Dinge ganz besonders auf: Weiterlesen

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Charisma und Zuhören – gibt es Zusammenhänge?

Sollen Charismatiker etwa gute Zuhörer sein? Warum das? Wo sind da die Zusammenhänge? Vielen Charismatikern sagt man nach, dass sie gute Redner seien. Das mag häufig zutreffen. Aber sind Charismatiker deshalb auch gute Zuhörer? Weiterlesen

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Pacing und Rapport

Pacing und Rapport sind Begriffe aus dem NLP (Neurolinguistischen Programmieren) und haben zumindest in manchem sozialen Umfeld den Eingang in die Alltagssprache gefunden.

Aber was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?

Rapport ist am besten zu umschreiben mit Gleichklang, gegenseitigem Verständnis, auf einer Wellenlänge senden. Also der Zustand, der herrscht, wenn sich Menschen gut verstehen und die Stimmung gut und einvernehmlich ist. Weiterlesen

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Blickkontakt und Charisma

„Welche Merkmale sind denn typisch für Charismatiker?“ Die Frage stellte mir vor einigen Tagen ein Seminarteilnehmer.  Was er damit schon richtig erfasst hatte, war die Tatsache, dass Charisma an sich gar keine Eigenschaft ist.
Auffällig an meinem Teilnehmer war allerdings, dass er schlecht den Blickkontakt zu anderen Menschen halten konnte. Weiterlesen

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Körpersprache und Ausstrahlung


Die häufigste Sprache ist die Körpersprache
Während ich an meinem Computer sitze und meine Kontakte auf einer bekannten Business-Social-Media-Plattform durchsehe, fällt mir etwas ins Auge. Ein interessantes Phänomen fesselt mich gerade: die Körpersprache von Männern auf vielen Fotos. Ich weiß, Frauen haben mit ihrer Körpersprache auch immer wieder ein Problem, auch sie wissen in vielen Situationen nicht, wohin sie ihre Händen stecken sollen. Aber Männer verschränken, weitaus häufiger als Frauen, auf Fotos ihre Arme. Weiterlesen

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